3. Dialog am Müggelsee
Da Licht mit positiven Werten wie Sicherheit, Wohlstand und Modernität besetzt ist, neigen wir Menschen dazu, unsere Umgebung intensiv zu beleuchten. Doch was unschätzbare Vorteile bringt, hat auch seine Schattenseiten: Die Lichtverschmutzung nimmt zu, mit bisher unbekannten Auswirkungen auf Mensch und Natur. So wissen wir zwar, dass Licht - vor allem der natürliche Rhythmus von Hell und Dunkel - die Verhaltensmuster der meisten Lebewesen beeinflusst, doch ob, wie und warum die einzelnen Lebensgemeinschaften im Wasser und an Land auf künstliche Lichteinflüsse reagieren, ist weitestgehend unbekannt. Während Luft-, Lärm- oder Gewässerverschmutzung seit Jahrzehnten als ökologisch und gesundheitlich relevante Themen wissenschaftlich untersucht werden, befindet sich die Lichtverschmutzung sowohl gesellschaftlich als auch rechtlich nach wie vor "im Dunkeln". Gemeinsam mit Fachleuten aus Politik, Wirtschaft und Forschung wollen wir über Grundlagen, Perspektiven und Möglichkeiten für ein nachhaltiges Management der nächtlichen Beleuchtung diskutieren. Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Auftaktveranstaltung des Verbund-Projekts: Freitag, 11. Juni 2010 in Berlin

3. Dialog am Müggelsee, Verlust der Nacht

Programm

10:00 Werner Kloas (IGB Berin) Begrüßung
10:10 Franz Hölker (IGB Berin) Gewässerökologische Probleme durch den Verlust der Nacht & Vorstellung des Verbundes
10:45 Christian Voigt (IZW Berlin) Wie reagieren nachtaktive Wirbeltiere auf künstliches Licht?
11:15 Dietrich Henckel
(ISR, TU Berlin)
Eroberung der Stadtnacht -Kulturelle Bedeutung des Lichts
11:45 Mittagspause
13:15 Ursula Pauen-Höppner
(FGS Berlin)
Sicherheit durch Beleuchtung? Angsträume, Genderaspekte und soziale Sicherheit.
13:45 Dirk Uhrlandt
(INP Greifswald)
Anforderungen an Beleuchtungssysteme und Lampen unter besonderer Berücksichtigung gesundheitlicher Wirkung
14:15 Einführung in die Networking Session
14:45 Networking Session
15:45 Zusammenfassung der Networking Session
16:45 Schlussworte
17:00 offizielles Ende des Dialogs
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© IGB 5/26/2010